Deutsche Meisterschaft
Veröffentlicht am 4. März 2026Leipzig wurde erneut zum Herzstück des deutschen Nachwuchs-Judo. Knapp 500 junge Athletinnen und Athleten aus allen Bundesländern traten bei der Deutschen Einzelmeisterschaft U18 an – voller Hoffnung, voller Ehrgeiz, voller Träume.
Die Leistungsdichte war enorm, die Atmosphäre elektrisierend. Für viele war es der erste große Härtetest des Jahres – ein Saisonauftakt, der zeigt, wo man steht. U18-Bundestrainer Jens Malewany sprach von „spannenden Kämpfen“ und genau das bekamen die Zuschauer zu sehen.
Auch der PSV Frankfurt war wieder vertreten – und das mit zwei Athleten, die sich ihren Startplatz hart erarbeitet hatten.
Über Landesmeisterschaft und Nordostdeutsche Meisterschaft kämpften sich Rubin Wittsack (bis 55 kg) und Selina Seifert (bis 63 kg) durch die Qualifikation bis zu diesem ganz besonderen Höhepunkt.
Kampf, Herz und Leidenschaft.
Rubin startete stark ins Turnier und gewann seine erste Begegnung mit einem beeindruckenden Wurf – ein Statement! Doch auf diesem Niveau entscheidet oft nur ein Moment. Gegen den späteren Drittplatzierten musste er sich geschlagen geben, ebenso in der Trostrunde gegen den späteren Siebtplatzierten.
Selina erwischte einen schweren Auftakt und musste direkt in die Trostrunde. Doch wer sie kennt, weiß: Aufgeben ist keine Option. Mit zwei sensationellen Siegen kämpfte sie sich eindrucksvoll zurück, bevor sie gegen die spätere Drittplatzierte ausschied.
Am Ende stand keine Platzierung auf dem Papier.
Aber was dort nicht steht, sind Mut, Wille, Disziplin und Herz.
Zum zweiten Mal habt ihr euch durch eine harte Qualifikation gekämpft – trotz eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten. Während andere täglich auf der Matte stehen, meistert ihr parallel eure Ausbildung zur Krankenschwester beziehungsweise zum Dachdecker. Das verdient höchsten Respekt.
Ihr habt bei den Besten Deutschlands mitgemischt. Ihr habt euch gestellt. Ihr habt gekämpft und genau darauf kann man sehr stolz sein.
Ich ziehe den Hut vor eurer Leistung.
Ludwig Baumann