PSV Frankfurt(Oder) überzeugt bei Landesmeisterschaft U15/U18 in Strausberg
Veröffentlicht am 26. Januar 2026Bei der Landesmeisterschaft der Altersklassen U15 und U18 am 24. Januar 2026 in Strausberg stellten sich 10 Judoka des PSV Frankfurt(Oder) starker Konkurrenz aus insgesamt fünf Landes- und einen Bundesstützpunkt. Mit fünf Medaillen und sechs Qualifikationen für die Nordostdeutsche Meisterschaft zeigte sich der Verein in sehr guter Form.
In der Altersklasse U15 gingen drei Jungen und zwei Mädchen für den PSV an den Start. Bereits am Vormittag konnten zwei Bronzemedaillen erkämpft werden.Aryan Bergmann sicherte sich Bronze in der Gewichtsklasse bis 34 kg, eine weitere Bronzemedaille gewann Michaela Busarin Bröker im +63-kg-Limit.
Einen starken fünften Platz belegte Fausta Lukosiute bis 57 kg. Alle drei Starter qualifizierten sich damit für die Nordostdeutsche Meisterschaft der Landesverbände Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Greifswald.
„Gerade in der U15 sieht man, dass sich kontinuierliches Training auszahlt. Die Medaillen und Qualifikationen sind eine schöne Bestätigung für die Entwicklung der Kinder“, zeigte sich Trainer in Lara Ackermann zufrieden.
Die beiden noch sehr jungen Judoka Malte Lickfett und Adrian Bauchenkov verpassten trotz engagierter Leistungen das Podest. Besonders hervorzuheben ist dabei ihr Mut, teilweise bis zu zwei Jahre höher zu starten.
Am Nachmittag griffen die Athletinnen und Athleten der U18 ins Wettkampfgeschehen ein. Von fünf gestarteten PSV-Kämpferinnen und -Kämpfern konnten drei Medaillen errungen werden.
Rubin Wittsack gewann die Silbermedaille bis 55 kg. Maurice Alexander (bis 73 kg) und Selina Seifert (bis 63 kg) erkämpften jeweils Bronze und damit ebenfalls die Qualifikation für die Nordostdeutsche Meisterschaft – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft in Leipzig.
Knapp am Podest vorbei schrammten Carlos Padel mit einem fünften Platz bis 50 kg sowie Till Jäckel, der als noch zwei Jahre jüngerer Athlet bis 66 kg einen Sieg und zwei Niederlagen verbuchte.
Sehr schade auch, der Ausfall unseres Aushängeschildes Tina Barthel, die aufgrund eines Kreuzbandrisses nicht teilnehmen konnte und uns auf unbestimmte Zeit fehlen wird.
Trainer Ludwig Baumann betonte abschließend: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Abschneiden. Besonders freut mich, dass viele junge Athletinnen und Athleten Verantwortung übernommen und mutig gekämpft haben. Darauf lässt sich weiter aufbauen.“
Fazit:
Am Ende dieser Meisterschaft bleibt leider die bittere Erkenntnis, dass der sportliche Weg an die Sportschule Frankfurt (Oder), wie der Werdegang einiger unserer Kämpfer diesen Jahrganges, wie Ian Lahn, Leyla Seifert, Lenny Schultka, Dwayne Krüger und Jayce Henk zeigt, rückblickend ein großer Fehler war. Besonders schmerzt, dass sie ihre leistungssportliche Laufbahn letztlich vorzeitig beendet haben und ihr Potenzial ungenutzt blieb.
Äußerungen einzelner Personen, die einen Vereinswechsel nahelegen, sind aus unserer Sicht nicht zielführend und nicht akzeptabel.
Es wäre sinnvoll bei seinem alten Verein im Breitensport zunächst das Abitur oder einen Berufsabschluss zu absolvieren.
Anschließend kann – sofern weiterhin Interesse und Freude am Judosport besteht – überlegt werden, sich an einem geeigneten Bundesstützpunkt, wie z.B. Potsdam, weiterzuentwickeln.
Auf diese Weise wird zudem sichergestellt, dass auch die schulischen Leistungen im Vordergrund stehen.
Doch trotz aller Enttäuschung(neben der Judomatte) gilt, die Zeit bleibt nicht stehen. Wir blicken nach vorn, denn wir verfügen über viele weitere hungrige Talente, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Fahne des PSV mit Stolz weiter hochzuhalten.
Ludwig Baumann
Trainer, PSV